Belginum

QuellenJB WIL 1985-115, 1991-100, 1993-282, 2002-32, 2008-13/57
  Röm001-87/243, HV97, B021-21, Röm004-483, B034-70
TV2000-07-28, 2010-12-07, Röm005, B035-27, Funde01, Museum09'2002
FUNDE 37-2005, B056-203, Belginum in der Spätantike(B059)
Vorträge zu "50 Jahre Grabungen in Belginum", Leipzig, Cordie,pdf
Jahrbuecher Verein fuer Althertumsforschung, Bonn PDF008-93/499, PDF010-176
Archaeologiepark Belginum, Zabern, Mainz
PDF040-2, PDF043-412, ROE010-109
  siehe auch Wederath

Internet-Quellen: Morbach / Museum / Google Maps / Strasse der Römer

Tabula peutingerina

tabula peutingeriana

Roem Siedlung am stumpfen Turm siehe Baldenau; Name: Vicus Belginates  
nahe der Grenze der Provinzen: Belgica+ Germania Superior,
("Belg.." an der Weiheinschrift der Goettin Epona, 200nC ),in der
Tabula Peutingeriana (siehe rechts), sowie in der Weiheinschrift des
TheatersTheater im Sinne eines Versammlungsortes
fuer Feste, Feiern oder Kult-Spiele
(prosencium) erwähnt)
Hauptort des PagiPagi = Gau "AC..."?, Sitz des Verwaltungsbeamtens
Im 17 Jhr als Sommersburg(Vergleiche Sommerburg=Sarmatenburg
eine Ansiedlung von Sarmaten bei Ausonius erwähnt)
Dazu muesste aber noch zwischen Dumnissus=Kirchberg
und Belginum das von Ausonius
erwähnte Tabernae liegen
Tabernae liegt aber, angeblich bei Elzerath und damit westlicher wie Belginum
/Sumerschenburg erw
QuellenJahrbuch WIL 1993-282
Aufgehendes Mauerwerk bis 1840, erste Grabungen am Vicus 1969-73)

    Besondere Fundorte (bezogen auf stumpfen Turm):
  1. Tempelbezirke I II III IV   siehe Vorträge


    (Rekonstruktionsversuch Trier)        (Epona von Cutry(F))

  2. Kultstätte (östlich Vicus (am stumpfen Turm,?) QuellenJahrbuch WIL 2008-14)
  3. TheaterTheater im Sinne eines Versammlungsortes
    fuer Feste, Feiern oder Kult-Spiele
    (s.o.) vergl Kastel und Dalheim(Lux)
  4. Vicus  : ab 40nC, 200-300 Personen, 70-90 Einheiten,
  5. ab 260 Bevölkerungsrückgang, 273 Brunnen18m tief Dm1,2m, Doppelkoblenpumpe,
    275 zerstoert, bei Ausonius 369 nicht erw
    (ab 4 Jhr nur noch Parzellen im Sued-Osten und Nord-Westen)
    600m an der Strasse lang , 40ha, Parzellen bis 100m tief, 8-12m
    breit ,Ziegel/Stroh oder Schieferdächer, mit Giebelseite zur Strasse
    (ueberdachte Verkaufshallen, z.T unterkellert) , zuerst Nordseite der Strasse besiedelt
    (siehe kelt Häuser) Sitz eines Quaestorhoher Verwaltungsbeamter
    hinter Vicus: nähe Museum: Holzhuetten; Ställe; Zisternen und Brunnen
    In den Zisternen Reste von Eisenverarbeitung (Schlacken etc)
    parrallel (80-90m Distanz) zur Hauptsrasse 2. 5M-breite Strasse(n) Zitat (B056-205, Verein fuer Althertumsforschung JG1860-62, Seite 500):
    Parrallel mit der Strasse, scheint auf JEDER Seite derselben,
    ... eine Gasse sich befunden zu haben
    ; versch. Zisternen
    (Doppelter Wall und Graben vom stumpfen Turm bis Wederath bzw bis Dhron-Quelle
    QuelleVerein f. Althertumsforschung J1860-62, Seite 501, vielleicht mittelalterlich?)
  6. diverse Münzefunde:
  7. (1500 Stück, datierbar 2 Jhr vC bis 400 nC)
    (u.a. keltische Potin, Stater, Arda, und Asse, Fälscherwerkstatt)
  8. Militärlager   (entdeckt 08'2000; 145*205M = 3ha, 10-20nC
  9. Häuser mit 1,5m Mauern; 4 Tore , 1000 Soldaten oder 500 Reiter,
    abgebaut, nähe neue Trasse, QuellenTV28.07.2000
  10. villa rustica/Werkstätten im vicus-Bereich
    1. Richtung Hundheim an der Strasse: Villa/Werkstätten: 2-3 JhrnC,
    2. Muenzfund 100nC, 300m SW: Jupitergigantensaeule
      Schlackenreste, geschmolzenes Glas, Keramik 2-3 Jhnr
    3. roem Villa Hinterm Klop, siehe Wederath
    4. Siedlungsspuren in Wederath und Kommern
  11. sonstige Gebäudefunde:
    60 m NO Tempel III rechteckiger Bau 15*21m mit kelt. Funden
  12. roem Grabhuegel:
    1. Hgbr (025/1.4) (über 50 Gräber)
    2. Hgbr (057/2.7) (über 24 Gräber)
    3. Hgbr (045/1.4) (über 5 Gräber)
    4. Hgbr (045/1.1) (über 17 Gräber)
    5. Hgbr (045/0.7)
    6. Hgbr (234/1.5) (über 9 Gräber)
    7. Hgbr (243/1.3) (über 4 Gräber)
    8. HGB (255/1.3)
    9. Hgbr (276/1.9) (über 7 Gräber)
  13. Gräberfeld Hochgerichtsheide   QuellenRoem 001-249, Roem004-485, Roem007-7
  14. (Ausgrabungen 1954-1985) 040/0.4, Fläche 4,5ha, vergleiche
    die Gräberfelder in Horath, Butzweiler/Newel, siehe auch Totenkult der Kelten
    - Bestattungsgeschichte der Nekropole über mehrere Jahrhunderte, vergl Cutry(F)
    1. Latene-Zeit: Koerper-Huegelgrb (ab 6Jhr vC) und einige Brandgrb , 5 Jhr vC Wagenbeigaben
    2. (beidseitig der Strasse, keine Waffenbeigaben, 2-rädrige Wägen)
    3. Latene-Zeit: (ab 300vC) Brandbestattung (Huegel ueber Scheiterhaufen,keine Waffen)
    4. Latene-Zeit: (ab 250vC- 3Jhr nC) Flachgräber- Brandbestattung
    5. (Trink und/oder Essgeschirr, Tierskulturen (Cutry(F))
    6. Spätlatene: (ab 150vC) quadr. Grabgärten, zerstörte Waffenbeigaben
    7. ab 20 v Chr. roem Einfluss
    8. letzte Bestattungen: 2 Hälfte 4 Jhr nC
    - Anzahl: 7 Hügel mit 6 Brand/3 Koerpergräbern, 9 Steinkistengrb, 1260
    Flachgräber, 1257 Brandgräber, 3 Koerpergrb, 2 Pfeilergräber
    (N) Gräberfeld sowie mehrere Fundamente von Grabdenkmälern an der
    Hunsrückhöhenstr (Erweiterung des Gräberfeldes nach Sueden um 8M),
    500 Aschengruben , 100 Glasgefässe , 3000 Tongefässe,
    600 Fibeln, div. Grabgärten, 330 Münzen, z.T. Tierknochenreste(Schwein, Schaf)
      Besondere Gräber: (siehe auch Liste)
    1. 20 von 137 Gräber der LaTene-Zeit mit handwerklichen Beigaben
    2. 550 keltische Gräber von ca 2500
  15. spät La-Tene-zeitliches Hgbr (228/1.7)
  16. umliegende Hgbr ab 7 Jhr vChr

Aktuelle Forschung

  1. 2010 Fund eines Toepferofens (ca 30nC !)
  2. 2009 Tempelbezirk IV, durch Luftbildarchaeologie festgestellt)
  3. 2008 Wederath Kleinicher Berg Funde der Eisenzeit
  4. 2007, vermutlich Eisenverarbeitung (Pingenfelder um Wederath)
  5. (nachgewiesen im Tempelbezirk II)
  6. 2007, vermutlich Keramik/Tonverarbeitung (Tongruben bis 1960 um Hinzerath)
  7. keltische Ansiedlung (Einzelgehöfte kein Dorf!) an den Hängen/am Quellhorizont
    (Hundheim und/oder Wederath) keine Funde unter vicus belginum
    (2008, vergl Gebäuderest NO Tempel III)
  8. Reste einer keltischen Strasse (400m lang 4m breit)
  9. 2006 Kleinfunde Richtung Morbach an der Hunsrueckhoehenstrasse